Steckbrief

Name: Leo Coray
Standort: Suzhou, China
Aufenthaltslänge: 2 Monate
Lehrberuf: Polymechaniker

Auslandaufenthalt in Suzhou, China

Zwei Monate in auf der anderen Seite der Erde. Robin Caflisch, Orlando Moon und ich haben zusammen an einen Arbeitsaufenthalt in China verbracht. Die Reise ging am 14. Juli los. Mit der Swiss flogen wir von Zürich 12 Stunden nach Shanghai. Von Shanghai ging es weiter mit einer Autofahrt nach Suzhou. Suzhou befindet sich 180 Km nordöstlich von Shanghai und sie wie Shanghai selber eine Millionen Metropole.


Informationen zum beruflichen Alltag

Nach der Landung trafen wir Nicola Melillo der unsere Kontaktperson (Götti) war. Nicola stellte uns noch Mike, Bruce und Carl vor mit denen wir am engsten Zusammengearbeitet haben. Sie haben uns in Aufträge gegeben und beantworteten Fragen die sich um die Arbeit drehten. Ems/Chemie Suzhou ist einiges kleiner als der Standort in Domat/Ems. In Suzhou sind etwa 100 Personen Angestellt. Die Firma besteht aus vier Compound- Produktionslinien die den asiatischen Markt beliefern. Eine fünfte war zu dieser Zeit in Bau und sollte jetzt fertiggestellt sein. Zudem besteht es noch aus einer grossen Büroabteilung in der die meisten Personen angestellt sind.

Da die Produktionslinien die gleichen wie in der Schweiz habe ich mich schnell zurechtgefunden. Ich als Mechaniker habe bei verschiedenen Reparaturen mitgeholfen und war beim Aufbau der neuen Linie dabei. Durch die Tatsache das die Firma in Suzhou kleiner ist gab es natürlich auch weniger zu reparieren und so habe ich auch Orlando geholfen. Obwohl dass vermehrt Rohrschlosserarbeiten waren konnte ich gut mithelfen und wir haben einige Konstruktionen gefertigt.


Wichtige Kontakte am Arbeitsplatz

Die wichtigsten Personen mit denen wir zusammengearbeitet haben waren Nicola Melillo, seine Sekretärin Jana, Mike, Bruce und Carl. Rückblickend waren all diese Personen sehr aufgeschlossen und freundlich zu uns. Sie haben einen tollen Job gemacht und ohne sie wären diese zwei Monate nur halb so erfolgreich verlaufen. Mit den Arbeitern aus der Produktion hatten wir auch viel zu tun. Zusammen haben wir einige Arbeiten ausgeführt. Jedoch sprechen sie nur sehr schlecht Englisch und ein richtiges Gespräch zu führen war schwierig.


Kulturelle Unterschiede

Die Chinesen sind ein sehr offen und freundliches Volk, auch wenn man anderes hört. Als Europäer ist man etwas sehr Spezielles in bekommt dadurch auch Aufmerksamkeit. Sie pflegen andere Sitten und setzten andere Werte im Leben als wir. Das Essen ist für uns auch etwas Spezielles. Auch wenn man hier in ein Chinarestaurant geht schmeckt es komplett anders als in China selber. Ich Persönlich hatte keine Mühe mit dem Essen und vermisse es sogar ein bisschen.


Ausflüge und Exkursionen

Die Zeit in China will man ja nicht nur mit Arbeiten verbringen. Wir wollten auch ein bisschen etwas von der Kultur sehen und so haben wir verschiedene Orte besucht. Suzhou Down Town ist ein seht alter Teil und hat mit seinen Gärten die bis 2000 Jahre alt sind viel zu bieten. Da Shanghai nur 40 Minuten mit dem Zug entfernt verbrachten wir mehrere Tage dort. Berlin war die grösste Stadt die ich zuvor besucht habe. Shanghai war darum gewaltig gross und riesig. Die Skyline mit all ihren Lichtern war für mich sehr beeindruckend. Ein anderer grosser Ausflug war die Reise nach Peking. Mit der Hilfe von Jana fuhren wir fünf Stunden mit dem Schnellzug nach Peking. Peking ist die Hauptstadt von China und im Vergleich zu Shanghai ein riesen Chaos. Jedoch haben wir verschiedene Interessante Sachen gesehen wie zum Beispiel, die grosse Mauer, die verbotene Stadt oder das Grab der Kaiser. Robin, Orlando und ich haben unser Bestes getan so viel wie möglich von China zu sehen. Was und sicher gelungen ist. Ich habe viele neue Eindrucke gesammelt und erinnere mich gerne an die Ausflüge zurück.


Highlight

Das eindrücklichste war für mich die Stadt Shanghai mit ihren Menschenmassen und den riesigen Wolkenkratzer. Die verbotene Stadt war auch sehr Interessant und erstaunlich. Im Grossen und Ganzen ist nur schon die Tatsache das ich im Sommer zwei Monate in China verbracht habe und ein tolle Zeit gehabt habe mein Highlight.
Das soll auch gleichzeitig ein Tipp an die nächsten Lernenden sein die teilnehmen wollen. Nutz diese Gelegenheit, es Lohnt sich. Vor allem wen man nach China reisen kann.


Lehren für die Zukunft

Ich habe nicht nur meine englischen Sprachfähigkeiten verbessert, sondern ich wurde viel selbständiger. Ich habe gelernt, auf eigenen Beinen zu stehen und für mich selbst zu sorgen. Ich hatte schnell eine Routine gefunden. Ich musste einkaufen, die Wohnung sauber halten und waschen. Plätzlich musste ich alles selber organisieren. Ich habe mich schnell gut zurechtgefunden.
Ich habe auch gemerkt, dass ich eigentlich alles alleine schaffen kann. Früher war ich immer etwas unsicher und war froh, auf die Hilfe meiner Eltern zählen zu können. Jetzt weiss ich, dass ich sogar alleine eine Reise nach London planen kann und mich überall durchschlagen kann. Mein Selbstbewusstsein ist stärker geworden. Dies ist meinen Eltern von der ersten Sekunde an aufgefallen, als sie mich besucht haben.

Ich habe die Zeit richtig genossen. Es wird wohl einige Zeit dauern, bis ich all meine Erfahrungen verarbeiten kann. Ich denke, ich werde noch lange davon erzählen können und immer wieder schwärmen. Hoffentlich kann ich eine solche Reise irgendwann wieder einmal wiederhohlen. Es war ein unvergessliches Erlebnis für mich.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir den Aufenthalt ermöglicht haben und mich immer unterstützt haben.

Leo Coray

Fotos von Leo

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