Steckbrief

Name: Riccardo Brunold
Standort: Sumter (South Carolina), USA
Aufenthaltslänge: 3 Monate
Lehrberuf: Kunstofftechnologe

Auslandaufenthalt in Sumter (South Carolina), USA

Informationen zum beruflichen Alltag

Während den 3 Monaten habe ich grösstenteils eine Lückenfunktion eingenommen. Damit ist gemeint, dass ich viel im Labor ausgeholfen habe um die Qualitätskontrolle vollständig durchzuführen. Mit meiner Arbeit konnte ich eine Mitarbeiterin, die ansonsten alleine im Labor arbeitet, sehr gut entlasten und da ich mich bereits ein wenig auskannte auch gut selbstständig arbeiten. Als ich dann ab und zu auch an der Spritzgussmaschine arbeitete, habe ich direkt angefangen die Abläufe zu optimieren. Die "Sumitomo" Spritzgussmaschine hatte eine sehr schlechte Übersicht und auch einige ungewollte Abläufe während des Zyklus. Diese konnte ich mit ein wenig Aufwand und dem Maschinenhandbuch jedoch beheben. Ebenfalls waren einige notwendige Verbrauchsmaterialien und Werkzeuge zum Reinigen & Konservieren der Spritzgiesswerkzeuge nicht vorhanden, welche durch mich organisiert wurden. Auf der "Arburg" Spritzgussmaschine konnte ich ebenfalls einen Mangel bei der Grösse der Maschinendüse feststellen, was zum Steckenbleiben von einigen Bauteilen führte. Dieses Problem sollte nach meinem Aufenthalt erledigt werden (habe es erst gegen das Ende meines Aufenthalts feststellen können). Die Arbeit im Labor und den beiden Spritzgussmaschinen hat mir viel Abwechslung Geboten und hatte während des Auslandaufenthalts auch eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre und wurde gut aufgenommen.


Erkenntnisse bezüglich Arbeitsbedingungen/Infrastruktur/Arbeitssicherheit

Die Arbeitsbedingungen waren sehr gut, ich arbeitete in einem gekühlten Gebäude bei angenehmen Temperaturen (20°C) auch wenn dies natürlich nicht das einzige Kriterium ist. Die Arbeit mit dem Team der Qualitätskontrolle hat mir Spass bereitet und konnte ihnen einiges an "Knowhow" beibringen. Die Infrastruktur war soweit ganz in Ordnung, natürlich kann man ein paar Verbrauchsmaterialien mehr führen aber das ist nebensächlich, den die Spritzgussmaschinen sowie die Prüfanlagen sind ordentlich gewartet und haben keine groben Verschleisse aufgewiesen. Die Sicherheit am Arbeitsplatz weist ein hohes Niveau auf. Die permanente Aus- und Weiterbildung mit internen und externen Instruktoren gewährleistet, dass dies auch so bleibt. Mit regelmässigen Kontrollen an Anlagen und Apparaten stellen Sicherheitsfachleute und Instandhaltungspersonal sicher, dass der hohe Standard gehalten und noch verbessert werden kann.


Wichtige Kontakte im Arbeitsalltag

Während meines Aufenthalts habe ich natürlich auch einige wichtige Kontakte kennengelernt. Unter den wichtigsten Kontakten ist bestimmt Guido Hobi (President EMS North America), Jim Schreiber (Vice President EMS North America), Klaus Stöckel (GR – Marketing), Josef Giger (Manager TS/QA/MT/R&D), Heather Bass (Quality Manager) und viele Mitarbeiter mehr mit denen ich während meines Auslandaufenthalts gearbeitet habe.


Ausflüge/Exkursionen

Während meines Auslandaufenthalts konnte ich einige spannende Ausflüge machen. Neben dem dass ich in der Gegend, in der ich gewohnt habe, bereits nach wenigen Wochen den Schwanensee, die Kirche, die US-Airforce Base, die Restaurants sowie die Supermärkte und sonstige Läden gesehen habe ging ich natürlich noch ein wenig weiter weg. Am 4. Juli (Nationalfeiertag der Amerikaner) wurde ich zu einer reichen Familie in Charleston zum Barbecue eingeladen und konnte später ein riesiges Feuerwerk betrachten. Am darauffolgenden Wochenende habe ich eine 4-Stündige Fahrt auf mich genommen um Atlanta zu besichtigen. Die Fahrt direkt in Atlanta war der blanke Horror, es hatte unvorstellbar viel Verkehr auf diesem 6 Spurigen Highway und ich musste mich sehr stark konzentrieren um Heil einen Parkplatz zu finden. Dort angekommen habe ich dann jedoch das Coca Cola Museum besucht und anschliessend meinen ersten Bison-Burger gegessen. Da die Amerikaner sehr für ihre grossen Autos bekannt sind habe ich mir das natürlich nicht entgehen lassen und ging an einige Auto-Veranstaltungen. Darunter war das NOPI-Nationals, was eines der grössten Auto-Veranstaltungen in der Gegend war. Dort kamen sehr viele "Heim-Tuner" mit ihren gepflegten und getunten Autos und haben auch einige Shows wie z.B. Drift-Show, Car-Pulling, Burn-Outs, Horn and Exhaustcontest durchgeführt. Da sie ebenfalls für ihre NASCAR-Rennen bekannt sind, habe ich mich als erstes ein wenig herangetastet und habe das "Stadtrennen" auf einem Dirt-Track mit kleineren Autos geschaut (klein ist es nur im Vergleich zu den richtigen Nascar-Autos, ansonsten sind sie trotzdem noch sehr laut und schnell). Da mir dieses Rennen gefiel entschied ich mich ein richtiges NASCAR zu sehen (ist zwar teuer aber definitiv zu empfehlen). Zu allem habe ich noch Golf gespielt, bin Privat Wakeboard gefahren und habe eine Bootstour in Charleston gemacht.


Kulturelle Unterschiede/Erfahrungen

Was bestimmt auffällt ist das kaum jemand Zuhause kocht und meist oder immer in Restaurants gegessen wird. Ebenfalls das Amerika eine absolute Wegwerfgesellschaft ist und kaum etwas recycelt. Wichtig zu wissen ist das man sehr schnell als wie der "beste" Freund aufgenommen wird, aber bei wichtigen Anliegen oder ähnlichem kaum wahrgenommen wird. Sie haben eine ganz andere Vorstellung wie man sich mit den Freunden verhält wie wir es hier in der Schweiz kennen.


Highlight

Mein grösstes Highlight war das Schiessen auf dem Grundstück einer Bekanntschaft in Amerika. Ich konnte ein halbes Arsenal an Waffen ausprobieren und jeweils das ganze Magazin aufbrauchen. Hinzukam ein geniales Barbecue sowie das herumfahren mit einem Ford Mustang Mach 1 Baujahr 2003.


Lehren für die Zukunft –Tipps / Diverses:

Es war eine der besten Erfahrungen die ich gemacht habe. Denn ich konnte alleine in einer Wohnung leben, hatte mein eigenes Auto, konnte selber einkaufen, zu Essen holen oder ins Restaurant gehen wann und wohin ich wollte sowie einfach die Erfahrung alleine in einem fremden Land zu sein.
Vielen Dank für diese grossartige Möglichkeit!

Riccardo Brunold

Fotos von Riccardo

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